Wenn Türen sich öffnen – für Interessenten, für unsere Familien, für (ehemalige) Kollegen und Schülerinnen und Schüler – dann ist im Vorfeld bereits so einiges in Vorbereitung auf diesen Moment an unserem Campus passiert.

Wir haben unsere Angebote und Räume vorbereitet. Unsere Montessori-Materialien werden liebevoll präsentiert und unser Informationsmaterial wartet auf Abnehmer. Alle Mitarbeiter am Campus stehen bereit für Gespräche und Fragen, die unsere Gäste im Gepäck haben. Schüler- und Elternhelfer haben sich ebenfalls für ihren Einsatz an diesem Tag Zeit genommen. Und dann geht es endlich los. Wir freuen uns in jedem Jahr sehr über alle, die unserer Einladung gefolgt sind und uns besuchen.

Aufgeregt laufen direkt zu Beginn unsere noch neuen Schüler der 1. Jahrgangsstufe mit der ganzen Familie im Schlepptau durch den Flur der Grundschule und wir hören, wie sie ganz selbstbewusst die Führung ihrer Angehörigen zum Lerngruppenraum und dann durch das ganze Haus übernehmen. Neugierig haben sich auch viele Familien, die zukünftig ein Kind einschulen oder den Übergang in die 7. Jahrgangsstufe vor sich haben, auf den Weg gemacht und natürlich finden auch Familien mit Sorgen und Nöten den Weg zu uns. Unsere langjährigen Mitarbeiter beobachten mit einem wissenden Lächeln, wie so mancher junge Kollege oder Kollegin ebenfalls der Familie oder Freunden das Arbeitsumfeld präsentiert. Hier und da biegen ehemalige Schülerinnen und Schüler um die Ecke und man hört immer wieder: „Ach wie schön wieder hier zu sein!“. Großeltern lassen sich Räume zeigen und lernen oft Schule noch einmal ganz neu kennen. Auf dem Schulhof verteilen sich weiträumig überall Kinder, die eigentlich nicht ins Haus wollen, sondern das freie Spielen genießen.

Im Kinderhaus ist alles zur Besichtigung hergerichtet und man spürt direkt beim Betreten der Räume die Liebe, die hier im Detail steckt. Auch hier stehen unsere Erzieherinnen und Erzieher für Gespräche bereit.
Durch die Oberschule führen an diesem Tag unsere Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schule und geben so einen Einblick in ihren Schulalltag.
An der Grundschule sind in den Lerngruppenräumen Schülerhelfer unterwegs, die u. a. das Arbeiten mit den Montessori-Materialien präsentieren.

Unsere Leitungen von Kinderhaus, Grund- und Oberschule empfangen auf dem Hof unsere Gäste. Ein erstes Aufhorchen erfolgt oft schon an dieser Stelle. Denn unsere Antworten sind oft so ganz anders als gewohnt. Die Montessori-Pädagogik nimmt hier die tragende Rolle ein. Das jahrgangs- und einrichtungsübergreifende Arbeiten sowie die Gestaltung der Räume und die Vorbereitung der Materialien ergänzen das grundsätzliche Angebot.

Der Umgang mit individuellen Besonderheiten ist für uns selbstverständlich, denn diesen Umgang üben wir als Team von Beginn an und lernen doch nie aus. Auch wir stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen und Situationen. Wir wissen: „Können braucht Zeit!“ Und zwar für alle! Keine Fähigkeit, kein Beruf, kein Hobby, die sich nicht ohne Fehler machen zu dürfen und Übung erlernen lassen.

Seit mittlerweile über 23 Jahren arbeiten und leben wir hier im Grünen. Heute blicken wir stolz auf das Erreichte und die Erfahrungen, die wir anbringen und teilen dürfen. Aktuell beobachten wir die Entwicklung vieler Bildungseinrichtungen hin zum freieren Arbeiten und offeneren Konzepten. Das macht uns auch ein wenig stolz, denn das ist für uns seit 2003 Alltag. Ein Schul- und Kitaalltag, den wir auch oft erklären und verteidigen mussten, wird heute mit ganz anderen Augen gesehen und umgesetzt.

Wir haben uns über die Jahre immer wieder neu gefragt, was brauchen unsere Kinder sowie Schülerinnen und Schüler. Der Start lag bei der Freien Montessori Grundschule aus der heraus sich alle weiteren Einrichtungen und Bereiche am Campus wie das Montessori Kinderhaus, der Hort, die Ganztagsschule, der sonderpädagogische Bereich, die Montessori Oberschule, das Zentrum für Lerntherapie- und Lernförderung entwickelten. So entstand ein Ort, der das Aufwachsen und Lernen vom 1. Lebensjahr bis zum Abschluss der 10. Jahrgangsstufe möglich macht.

Jeder Tag ist prall gefüllt, flexibel startend und endend, individuelle Stundenpläne, mit vielen bunten WUF-Angeboten sowie Angeboten unserer Kooperationspartner wie der Musikschule Jutta Schlegel. Ergänzt durch Projekte, Reisen, Austausche, Ausflüge, Projektarbeitstage, Lernen mit eigenen Endgeräten, Feste und Feiern und so vielem mehr.
Das alles versuchen wir in unseren Tag der offenen Tür zu packen, darzustellen und zu kommunizieren. Wir freuen uns über die immer wieder so positiven Rückmeldungen von Gästen, die beim Verlassen unserer Einrichtung ein Lächeln und ein paar nette Worte an uns richten.

Wir stellen mit Zufriedenheit fest, dass wir einen wunderbaren Tag gemeinsam erleben durften und freuen uns bereits auf das große Campusfest am 18.06.2027.

Wir danken unserem Team und natürlich allen Helferinnen und Helfern, die uns auch kulinarisch wieder unterstützt haben, bei Kaffee & Kuchen, am Grill oder auch mit Eis. Danke an Frau Prüfer, die mit ihrem Eiswagen wieder vor Ort war.

Um mit den Worten einer ehemaligen Kollegin und Besucherin an diesem sonnigen Tag abzuschließen: „Euch zu besuchen, ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen!“

Gibt es ein schöneres Kompliment?!

S. Vorrath

Gender-Hinweis:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir eine gendergerechte Form von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern gewählt. Wir möchten darauf hinweisen, dass dies aus rein redaktionellen Gründen geschieht und keinerlei Wertung beinhaltet. Selbstverständlich beziehen sich die Angaben auf alle Geschlechter.

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